Bologna, Bildungsmisere und Bildungsstreik
Bereits Anfang Dezember haben die Liberale Hochschulgruppe LHG und der RCDS an der Uni Kiel gemeinsam eine Stellungnahme zu Bologna, Bildungsmisere und Bildungsstreik abgegeben. Die Pressemitteilung könnt ihr hier downloaden und im folgenden direkt anschauen:
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Die Liberale Hochschulgruppe (LHG) und der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel erklären zum Thema:
Bologna, Bildungsmisere und Bildungsstreik
Die Neugestaltung der Hochschulausbildung nach den Leitlinien des Bologna-Prozesses wurde mit den besten Absichten eingeleitet aber von den Planern nicht gründlich zu Ende gedacht. Bologna wird im Ergebnis bisher nur unzufriedenstellend umgesetzt. Die Flexibilität von Studiengängen wurde durch Bologna beschränkt, die Zahl der Studierenden, die ein Semester im Ausland studieren ist dramatisch eingebrochen und die Belastungen für die Studierenden sind teilweise erheblich.
Es gab bereits vor Bologna Probleme im Bildungswesen und an den Hochschulen. Statt einer Systemdebatte hätte es eine Qualitätsdebatte gebraucht. Diese Qualitätsdebatte brauchen wir jetzt nach den Bologna-Reformen erst recht. Die Bedingungen für die Studierenden müssen konsequent verbessert werden. Dazu braucht es nicht nur Geld allein, aber ohne Geld sind auch weitere nötige Mittel wie gute Lehrkräfte, Dienstleistungen und gute Ausstattung nicht zu haben.
Der Bildungsstreik, die lautstarke Besetzung von Hörsälen und die Behinderung des Studienbetriebs bedeuten eine ziellose Randalisierung der berechtigten Kritik. Diese auf “Action” und Eventcharakter ausgelegten Protestformen sind kontraproduktiv und rücken die studentischen Anliegen ohne Not in ein unseriöses Licht. Mit Sorge beobachten wir, daß linksradikale Gruppen bemüht sind, auf die Protest-Szene inhaltlich Einfluss auszuüben und die Studentenproteste zu vereinnahmen.
Bezüglich der Androhung der Universitätsleitung, mit Hilfe der Polizei gegen die Besetzungen vorzugehen und beteiligte Studenten zu exmatrikulieren, richten wir die Bitte an die Leitung der Universität bei der legitimen Durchsetzung ihres Hausrechts und bezüglich der erwogenen Disziplinierungen angemessene Mittel anzuwenden und keine unnötig harten Maßnahmen zu ergreifen.
Sylvia Witt Daniel Ajang
Liberale Hochschulgruppe (LHG) Kiel Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) Kiel















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