Urabstimmung über Semesterticket
Einige Fraktionen im Studierenden Parlament möchten gerne das Bahnticket über rund 200€ in den Semesterbeitrag integrieren und so würden dauerhafte Belastungen auf alle Studenten in Höhe von anfänglich rund 250€ je Semester kommen. Die Beiträge erhöhen sich natürlich im Zuge von Preissteigerungen bei der Bahn. Darin enthalten ist nicht eine Schleswig-Holstein weite Busnutzung. Diese Option muss noch für weitere 150€ hinzu gekauft werden. Was für zu insgesamt 450€ Belastungen je Semester führt. 900€ im Jahr und 4500€ auf die normale Studiendauer umgelegt.
Die Diskussionen über das Semesterticket wurden hart geführt und im Februar konnte die RCDS Fraktion mit ihrer Argumentation zumindest einen Teilerfolg herbeiführen. Die Annahme der Mitglieder der im AstA vertretenen Fraktionen, vor allem der Jusos, war, dass die Studenten eine Wahlzettel mit mehr als zwei Ankreuzmöglichkeiten nicht verstehen würden und aufgrund der „Kompliziertheit“ mit „Nein“ gestimmt würde. Wir sind Studenten und können lesen und denken, es ist eine wirklich sagenhafte Unterstellung, dass dies „zu schwierig“ sei. Wir konnten für euch erreichen, dass zumindest zwei Optionen abgebildet werden. Es gibt insgesamt rund 100 verschiedene Tarife die sich aus sechs Basismodellen ableiten, da sind die zwei im Wahlzettel aufgeführten Option nicht einmal das Minimum an Auswahl.
Nach Auffassung des RCDS und befreundeter Fraktionen im StuPa sollte die gewählte Abstimmungsmodalität zu einem Erfolg führen, also die Zustimmung der Studenten zum Semesterticket mit Bahnnutzung erhalten. Es scheint bei den Jusos nur das eine präferierte Modell zu geben und die anderen, der Studierendenschaft vielleicht besser gefallenden Modelle, sollten nicht mehr auf dem Wahlzettel aufgeführt werden. Dies wurde auch in folgenden Diskussionen klar. Die Juso Fraktion wollte um jeden Preis die wahren Kosten und Umstände nicht mit in den Wahlzettel aufnehmen und so den Studierenden abstimmungsrelevante Informationen vorenthalten. Dafür wurde von der Fraktion der Jusos ein Änderungsantrag gegen den vom AstA Präsidium vorgelegten Wahlzettel eingereicht.
Würde man wie vom AstA angedacht das Semesterticket zum Pendeln nutzen, würden noch weitere 150€ für die Busnutzung anfallen, was ein Ansteigen des Fahrtkostenanteils je Semester auf rund 450€ bewirken würde. Die zusätzlich anfallenden Buskosten sollten nach Auffassung der Jusos nicht mit angeführt werden, um die Kosten auf dem Abstimmungszettel geringer als tatsächlich erscheinen zu lassen.
Der RCDS befürwortet ein Semesterticket mit integrierter Bahnnutzung. Jedoch finden wir den Preis von insgesamt 450€ Belastung je Semester viel zu hoch. In anderen Bundesländern werden dieselben Tickets mit mehr Strecken und größerem Netz, z.B. Niedersachsen und NRW für viel geringere Preise von unter 200€ angeboten. In Niedersachsen kann man sogar freiwillig auswählen ob man ein Ticket braucht oder nicht.















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