Eine Analyse des Doppelhaushalts 2009/2010 des Landes Schleswig-Holstein
Aufgabenbereich Wissenschaft: Kapitel 6.20 Haushalt Seite 250ff.
Im „Land der Dichter und Denker“ wird die Wissenschaft im Jahr 2009 mit 409,3 Millionen Euro gefördert und im Jahr 2010 sind 413,9 Millionen angesetzt, was einem Zuwachs von 1,1 Prozentpunkten entspricht. Vor Krisenzeiten geplant und schon damals deutlich unterhalb der normalen wirtschaftlichen Entwicklung. Die Summe beinhaltet schon Kosten für den Betrieb des UK-S-H in Höhe von 133,1 Millionen Euro. Das UK-S-H dient dem Land aber hauptsächlich als Krankenhaus, daher sollten die Wissenschaftsausgaben um diese Ausgaben bereinigt betrachtet werden. Abzüglich der UKSH-Aufwendungen bleiben im Jahr 2010 noch 280 Millionen Euro für die gesamte Universitätslandschaft übrig.
Setzt man dies ins Verhältnis zum gesamten Haushalt in Höhe von rund neun Tausend Millionen Euro (neun Milliarden Euro), so nehmen die Ausgaben für Universitäten nur drei Prozent des Gesamthaushaltes ein.
Von den 280 Millionen Euro sind Zuschüsse an die Hochschulen in Höhe von 254,3 Millionen Euro für das Jahr 2010 geplant. Von dem Jahr 2007 (244,6 Millionen Euro) bis zum Jahr 2010 (254,3 Millionen Euro) wurden insgesamt nur Steigerungen in Höhe von 9,8 Millionen Euro gewährt (3,55% in drei Jahren). Eine jährliche Steigerungen der Zuschüsse in Höhe von geringen 1,3 Prozentpunkten. Dies ist nicht einmal der Inflationsausgleich. Die Ausgaben für universitäre Bildung sind demnach real zurückgegangen. Im selben Zeitraum hatte die CAU einen Anstieg der Studierenden um ca. 2000 Studenten, bei gleichbleibenden bzw. sinkenden Einnahmen, in etwa also 10% höhere Studierendenzahlen.
Um die Ausbildungsqualität an den schleswig-holsteinischen Hochschulen gewährleisten zu können, setzt sich der RCDS daher trotz aller Sparvorhaben für einen Investitionsschwerpunkt im Bereich Hochschulen ein.















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