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Eine Analyse des Haushalts der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

16. Juni 2010 11 mal angesehen Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

Der RCDS Kiel ist der Ansicht, dass die Christian-Albrechts-Universität mehr Finanzmittel des Landes benötigt.

Überblick über den Haushalt der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel:

Einnahmen:
Die direkten Zahlungen der Landes Schleswig-Holstein an die CAU beliefen sich auf 141 Millionen Euro im Jahr 2009 und sind 2010 auf 139 Millionen Euro gesenkt worden.
Davon für Investitionen vorgesehen und gesondert ausgewiesen ein Investitionszuschuss von marginalen 4 Millionen Euro.
Die eigenen Einnahmen der CAU, größtenteils eingeworbene Drittmittel sind in beiden Jahren mit 61 Millionen Euro angesetzt.
Die Gesamteinnahmen der CAU belaufen sich somit auf 202 Millionen Euro in 2009 und 200 Millionen Euro in 2010.

Ausgaben:
Es entfielen 104 Millionen Euro auf Personalausgaben, zusammengesetzt aus Besoldung für Beamtinnen und Beamte (30 Millionen Euro) und Beschäftigtenentgelten (69 Millionen Euro), weiterhin fielen „Sonstige Personalaufwendungen“ (4 Millionen Euro) an.

Sachausgaben fielen 2009 in Höhe von 32 Millionen Euro an. Diese sollen im Jahr 2010 auf 30 Millionen Euro sinken.

Der Investitionszuschuss des Landes Schleswig-Holstein ist für 2009 und 2010 mit jeweils 4 Millionen Euro angesetzt und soll in voller Höhe ausgegeben werden.

Die Haushaltsplanung geht von jeweils 61 Millionen Euro Drittmitteln für beide Jahre aus. Diese werden zweckgebunden eingeworben und können von der CAU nicht frei verwendet werden.

Der RCDS fordert:
Die Landesregierung sollte unverzüglich die Zahlungen an die CAU erhöhen. Dies ist besonders wichtig um die gute Ausbildung der Studierenden zu gewährleisten und eine reale Verbesserung der Lehre zu gewährleisten.

Die Ausstattung der CAU ist, bis auf einige Ausnahmen, ungenügend.

Die Personalausgaben konnten nicht kurzfristig gesenkt werden, daher wurden im Doppelhaushalt 2009/2010 bei den Sachausgaben 2 Millionen Euro von 2009 auf 2010 eingespart. Die ohnehin nicht ausreichenden Investitionszuschüsse in Höhe von 4 Millionen Euro sind das absolute Minimum und konnten nicht mehr herab gesetzt werden.

Die Gebäude der Universität befinden sich in einem schlechten Zustand und wurden niemals richtig renoviert. Der RCDS schätzt den Renovierungsbedarf im zweistelligen Millionenbereich ein. Hinzu kommen nicht gebaute, aber benötigte Räumlichkeiten, welche ebenfalls im zweistelligen Millionenbereich liegen dürften.
Um die Räumlichkeiten zu verbessern und die CAU für den Lehrbetrieb angemessen herzurichten, geht der RCDS von jährlich zusätzlich benötigten 20 Millionen Euro mindestens im Jahr aus.

Um die Ausstattung der Universität zu verbessern, sollten die Sachausgaben um 6,4 Millionen Euro auf 38,4 Millionen Euro erhöht werden. Dies ist dringend notwendig, um ein erfolgreiches und ungehindertes Studieren zu ermöglichen.

Zur unmittelbaren Verbesserung der Lehre müssen mindestens 30 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. Mit diesem zusätzlichen Etat sollte unmittelbar die Lehre verbessert werden. Der RCDS möchte gerne 20 zusätzliche Professoren an der Universität. Die Zahl der Dozenten, Doktoranden und Privatdozenten sollte unverzüglich mit dem zusätzlich zuzuweisenden Geld erhöht werden.

Zum Beispiel sind die AG-Angebote bei den Juristen innerhalb der letzten zwei Jahre merklich eingeschränkt worden. Früher gab es drei AG-Plätze pro Semester, jetzt nur noch zwei. Das mindert die Chancen Klausuren direkt zu bestehen und führt direkt zu längeren Studienzeiten.

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